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Unser Schulprogamm beschreibt, welche Ziele wir als Schule haben. Beispielsweise wie wir als Lehrer mit den Schülern umgehen wollen und wie wir den Unterricht gestalten wollen. Oder welche Möglichkeiten wir nutzen, um Schüler auf die Arbeitswelt vorzubereiten, was wir unseren Schülern - außer Wissen - noch vermitteln wollen (Wissen ist ja nicht alles).

Und so lautet unser Schulprogramm:

Gemeinsame Erziehung
Schüler, Eltern und Lehrer sind aufeinander angewiesen! Dazu bedarf es einer kontinuierlichen Vernetzung aller an Erziehung und Bildung beteiligten Institutionen. Wahrnehmung individueller Neigungen und Stärken Ausgangspunkt unserer Arbeit ist das positive Prinzip: Jeder kann schon etwas! Wir müssen es nur erforschen und erkennen!

Stärkung der Ich-Kompetenz
Unsere Schülerinnen und Schüler lernen, auf Fremdbestimmung nicht angewiesen zu sein, d.h., wir kultivieren ihre Selbststeuerung. Ihre Kinder sollen lernen, auch selbst Verantwortung für ihr Lernen zu über-nehmen.

Stärkung der individuellen Persönlichkeit
Gut ist, was die Einzelnen stärkt, aneinander bindet, was Stolz und Vertrauen schafft! Wir respektieren das Andere, dass der Schüler etwas Anderes denkt, etwas Anderes denken möchte und auch das Recht dazu hat.

Stärkung der sozialen Kompetenz
Jeder Schüler wird gebraucht, niemand wird ausgeschlossen, jeder gehört dazu, jeder muss auch etwas können!

Förderung und Würdigung der Leistungsfähigkeit jedes Einzelnen
Die Förderung aller und die Steigerung der Besten sind kein Widerspruch, wenn an unserer Schule der gemeinsame Nenner Respekt, Neugier und gegenseitige Anerkennung ist. Langsamkeit ist bei uns kein Makel. Der Lernende hat eine Art innere Uhr, die bestimmte Lerninhalte in den Mittelpunkt rückt bzw. erst erlernbar macht.

Flexibilität in der organisatorischen Struktur
Es gibt einen festen Jahrgangsverband mit der Möglichkeit der Binnendifferenzierung. Die Klassen sind möglichst klein. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten nach einem festen täglichen Stundenplan, der Kontinuität gewährleistet und täglich einen immer ähnlichen Rahmen vorgibt. Die Jugendlichen erhalten mehrmals jährlich die Möglichkeit, sich in Neigungsgruppen mit zu benennenden Inhalten (Projekttage und Projektwochen) auseinander zusetzen. In wöchentlichen Teamsitzungen wird die Förderung einzelner Schüler besprochen.

Reichtum und Flexibilität der Unterrichts- und Lernformen
Die Lehrer wählen Lernmethoden, die auf die Lernsituationen der Schülerinnen und Schüler abgestimmt sind.

Unsere Schule ist Lern-, Lebens- und Aufenthaltsort
Wir bemühen uns um ein vielfältiges Kurs- und Arbeitsgemeinschaftsangebot. Die Schulstation und der im Aufbau befindliche Schülerclub sind in das Schulleben integrierte Orte der Entspannung und Konfliktbewältigung.

Praktischer Arbeit wird eine besondere Bedeutung beigemessen
Gerade in den oft schwierigen Jahren der Selbstfindung hilft die praktische Arbeit in unseren Werkstätten Schülerinnen und Schülern, Selbstwertgefühl und innere Stabilität zu gewinnen. Dafür stehen ihnen eine Holz-, Näh- und Metallwerkstatt und eine Küche zur Verfügung.

Unsere Schule bereitet die Schüler auf die Arbeitswelt vor.
Arbeitslehre und Berufsorientierung sind Schwerpunkte unserer schulischen Arbeit. Die Schülerinnen und Schüler absolvieren im 9. und 10. Schuljahr zweiwöchige Betriebspraktika. Unsere Schule pflegt Partnerschaften mit außerschulischen Anbietern u.a. mit LELE und TRIAS. Die Schülerinnen und Schüler sammeln Erfahrungen mit Schülerfirmen. Für geeignete Schüler kann ab Klasse 9 das Produktive Lernen angeboten werden.

Die Umsetzung dieser Ziele stellt an uns Lehrer hohe Ansprüche: Unterrichten und Aufrichten unserer Schülerinnen und Schüler sind uns oberstes Gebot. Unsere Aufgabe ist es, unsere Schülerinnen und Schüler zu verstehen. Respekt vor den Schülerinnen und Schülern ist die Basis unserer gemeinsamen Arbeit. Wir wollen für unsere Schülerinnen und Schüler Lotsen für die Zukunft sein.

Jugendliche, die unsere Schule verlassen, sollen ein Gefühl für ihre Fähigkeiten entwickelt haben, das über schulisches Lernen weit hinausgeht. Daraus ergibt sich für uns die Verpflichtung, die Persönlichkeitsstärkung, die Erziehung zur Unabhängigkeit und das Erlernen der Fähigkeit in einer vielfältigen Gemeinschaft zu leben, in den täglichen Unterricht mit einzubeziehen.

Neben den schulischen Aktivitäten mit seinen Lehrern erhält Ihr Kind für eine erfolgreiche Integration folgendes Angebot: Mit Beginn der 7. Klasse wird Ihren Kindern wöchentlich eine Stunde sozialpädagogische Gruppenarbeit angeboten. Hier wird den Schülerinnen und Schülern zusätzlich ermöglicht, ihre Erwartungen und Vorstellungen an die neue Schule zu äußern und andere Mitschüler kennen zu lernen.
Der Gruppenzusammenhang wird gefestigt und das Zusammengehörigkeitsgefühl gefördert. Einzelne Schülerinnen und Schüler verlieren ihre mögliche Angst vor der neuen Schulsituation und sind somit in der Lage sich auch im Unterricht zu öffnen.
Im ersten Halbjahr findet ein Kommunikationstraining statt, welches einen Einstieg in die Klassengemeinschaft, die Stärkung des Selbstvertrauens in das soziale Lernen im Klassenverband sowie die Festigung von Werten und Normen zum Ziel hat. Die Sozialpädagoginnen arbeiten eng mit den Lehrerinnen und Lehrern zusammen.

Wir hoffen, Sie auf uns neugierig gemacht zu haben.

Das Kollegium der Gustave-Eiffel-Schule
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